Wasserstoff als Energieträger - Wasserstoff statt Erdgas

Wasserstoff - Energieträger der Zukunft

Als Baustein für die klimaneutrale Energiezukunft spielt Wasserstoff eine wichtige Rolle. Denn er ist ein vielseitiger Energieträger und kann aus erneuerbaren Energien gewonnen werden.

Energieträger Wasserstoff

In einem klimaneutralen Energiesystem, das auf 100 Prozent erneuerbaren Energien beruht, werden die Speicherung sowie die bedarfs- und zeitgerechte Verteilung von Energie eine wesentliche Rolle spielen.

Dabei müssen alle Energiesysteme gemeinsam gedacht und die Sektoren Strom, Wärme, Mobilität und Industrie gekoppelt werden. Für diese Sektorkopplung werden unterschiedlichste Technologien benötigt, die heute bereits vorhanden sind. Sie müssen adaptiert werden. Andere müssen neu entwickelt und in den Markt gebracht werden.

Eines dieser Sektorkopplungselemente ist Wasserstoff.

 

Wasserstoffgewinnung – bewährte Technologie mit Speichermöglichkeit

Wasserstoff ist ein vielseitiger gasförmiger Energieträger und kann aus erneuerbaren Energien z.B. durch Elektrolyse gewonnen werden.

Im Gegensatz zu elektrischem Strom kann Wasserstoff in großen Mengen gespeichert werden. Die Speicherung kann unter Druck analog zu Erdgas in Behältern, Rohrleitungen oder großen Untertagspeichern erfolgen. Alternativ wird der Wasserstoff verflüssigt und bei Bedarf wieder verdampft. Die für die Speicherung von Wasserstoff erforderlichen Technologien sind zum größten Teil bereits vorhanden und werden seit mehr als 100 Jahren in der klassischen Wasserstoffindustrie eingesetzt und stetig weiterentwickelt.

Die Erzeugung von Wasserstoff mittels Elektrolyse ist ebenfalls ein seit mehr als 100 Jahren etabliertes Verfahren, das vor allem in der Chemieindustrie zum Einsatz kommt. Wasserstoff fällt dabei in einigen Prozessen als Nebenprodukt ohnehin an.

Seit mehr als zehn Jahren ist auch die Erzeugung von grünem Wasserstoff mittels alkalischer Elektrolyse oder PEM-Elektrolyse auf dem Weg in die industrielle Anwendung. Eine Vielzahl von Pilot- und Testanlagen unterschiedlichster Konfiguration hat gezeigt, dass die Kopplung von Strom- und Gasnetzen sowie die Integration von grünem Wasserstoff in die Sektoren Wärme, Mobilität und Industrie möglich ist.

 

Bayern will 2040 klimaneutral sein – mit Wasserstoff geht‘s

Über das Bundes-Klimaschutzgesetz und die Vorgabe der EU hinausgehend, in dem die Klimaneutralität Deutschlands bis 2045 verankert ist, hat sich Bayern das Ziel gesetzt, bis spätestens 2040 klimaneutral zu sein.

Wasserstoff wird hierbei eine zentrale Rolle spielen.

Nicht alle Anwendungen in den Sektoren Wärme, Mobilität und Industrie lassen sich auf elektrischen Strom umstellen. Wo es möglich ist, wird es nicht in jedem Fall wirtschaftlich darstellbar sein. Hier kommt der Wasserstoff ins Spiel. Er kann die erneuerbare Energie über die bestehenden Gas-Transport- und Verteilnetze in die Sektoren integrieren.

Vielfach sind dafür überschaubare Anpassungen der bestehenden Gastechnologien in der Endanwendung erforderlich. Die vorhandene Gasinfrastruktur, immerhin 550.000 Kilometer in ganz Deutschland, kann in großen Teilen weiter genutzt werden.

 

schwaben netz hat einen Plan – Wärmewende mit Wasserstoff

Das Gasverteilnetz, das schwaben netz betreibt, ist dafür so gut wie bereit. Rund 95 Prozent unseres Netzes sind bereits heute Wasserstoff-ready. Dies haben wir in enger Zusammenarbeit mit der Initiative H2vorOrt und dem DVGW geprüft. Bei Erweiterungs- und Ersatzmaßnahmen werden in unserem Netz schon heute ausschließlich Komponenten verbaut, die H2-ready sind. Wir haben einen klar definierten Fahrplan für die komplette Ertüchtigung unseres Netzes für 100 Prozent Wasserstoff und setzen uns aktiv dafür ein, im Rahmen von kommunalen Wärmeplanungen in unserem Netzgebiet unseren Beitrag zur Wärmewende zu leisten.

Die energie schwaben Gruppe gehört zu den Gründern der Initiative H2vorOrt. Gemeinsam mit dem VKU arbeiten mehr als 40 Verteilnetz- und Fernleitungsbetreiber an der Wasserstoffzukunft des deutschen Gasnetzes.  

Mehr Information zu H2vorOrt.

FAQ FAQ Schwaben Netz Allgemeine Fragen

Woher kommt der Wasserstoff?

Bereits heute bezieht Deutschland als Industrienation den Großteil seiner Energie aus dem Ausland. Dies wird sich auch mit Wasserstoff nicht ändern. So gibt es bspw. in Australien, Kanada, Schottland und Ländern Südamerikas ein besonders hohes Potenzial, den benötigten Wasserstoff aus Wind- und Sonnenkraft zu erzeugen.  Einen Teil werden wir aber natürlich mittels Elektrolyse in Deutschland selbst herstellen können.
 

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Ab wann ist Wasserstoff für mich verfügbar?

Wir stellen sicher, dass der Wasserstoff in Zukunft zuverlässig zu Ihnen transportiert wird. Aktuell ist unser Gasnetz bereits zu 95% fit für den Transport von 100% Wasserstoff. Die Umstellung einzelner Regionen erfolgt schrittweise und zeitlich gestaffelt (je nach Entfernung zum Wasserstoff-Kernnetz) im Zeitraum von 2032 bis 2045. 

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Wieviel wird Wasserstoff zukünftig kosten?

Den zukünftigen Preis für Wasserstoff kann heute noch niemand seriös vorhersagen. Gleiches gilt für die zukünftigen Preise aller Energieformen. Fossile Energie wird sich durch die beschlossene CO2-Abgabe tendenziell verteuern, während der Strompreis durch die Milliarden Kosten für den nötigen Netzausbau unter Druck gerät. Letzten Endes muss Energie aber für alle bezahlbar bleiben!
Die ermittelten Liefermengenpotenziale für Wasserstoff übertreffen den auf EU-Ebene prognostizierten künftigen Bedarf. Auch wird für den Transport für Wasserstoff in großen Teilen das bestehende Gasnetz genutzt. Dadurch halten sich die Infrastrukturkosten in Grenzen.
Wir sind davon überzeugt, dass Ihnen Lieferanten zukünftig Wasserstoff zu attraktiven und wettbewerbsfähigen Preisen anbieten können.

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Wird es in Zukunft genügend Wasserstoff geben?

Die potenziellen Wasserstoffmengen in den erzeugenden Staaten übertreffen den für die EU prognostizierten künftigen Bedarf: Es wird genügend Wasserstoff geben. Der Wasserstoff für unsere Kundinnen und Kunden in Bayerisch Schwaben und dem Allgäu wird größtenteils – wie bereits heute – von Energieversorgern auf dem Energiemarkt eingekauft. Teilmengen werden in Elektrolyseuren lokal erzeugt werden können. Damit der Wasserstoff überall in unserer Heimat physikalisch zur Verfügung steht, sorgen wir für ein 100% H2 fittes Gasnetz.

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Muss ich meine bestehende Gasheizung austauschen?

Für Sie ändert sich nichts. Sie müssen nicht aktiv werden und können Ihre Heizung weiterhin nutzen. Alle Brennwert- und Niedertemperaturheizungen können nach geltendem Gebäudeenergiegesetz selbst über ein Alter von 30 Jahren hinaus weiterbetrieben werden.
Wenn Ihre Gasheizung vor dem 01.01.2024 eingebaut wurde, kann sie bis zum Jahr 2045 unverändert mit Erdgas weiterbetrieben werden.
Sollte Ihre Heizung bis 2045 einen Defekt haben, können Sie die Heizung auch reparieren lassen. Einzige Einschränkung:  Sollte Ihre Gasheizung im weiteren Betrieb bis 2045 einen so schweren Defekt haben, dass sie komplett ausgetauscht werden muss, haben Sie bei der Neuanschaffung die Vorgaben der Wärmeplanung Ihrer Kommune in Verbindung mit dem Gebäudeenergiegesetz zu berücksichtigen.

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Darf ich heute noch eine neue Gasheizung einbauen?

Ja, Sie können sich eine neue Gasheizung einbauen lassen. Weist Ihre Kommune das Gebiet, in dem Sie leben, im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung als zukünftiges Wasserstoffgebiet aus, muss Ihre Gasheizung auf Wasserstoff nachrüstbar sein (solche Geräte sind von namhaften Herstellern bereits heute verfügbar). Wenn der Wärmeplan kein Wasserstoffnetz vorsieht, oder Sie Ihre neue Gasheizung bis zum 30.06.2028 einbauen, und noch kein Wärmeplan vorliegt, muss zeitlich gestaffelt ein wachsender Anteil grünes Gas beigemischt werden.
Ab 01.01.2029 15% grüne Gase.
Ab 01.01.2035 30% grüne Gase.
Ab 01.01. 2040 60% grüne Gase.
Ab 01.01.2045 100% grüne Gase.
So oder so: Es existieren bereits heute Energieversorgungsunternehmen, die Ihnen entweder 100% Wasserstoff oder das benötigte grüne Gas zur Verfügung stellen können.

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Was kostet mich ein künftiger Heizungstausch für einen Einsatz von Wasserstoff?

Wenn Sie bereits heute eine moderne, später auf Wasserstoff umstellbare Brennwerttherme besitzen, müssen Sie lediglich einen niedrigen dreistelligen Betrag für die Installation des Umrüstkits bezahlen.
Falls bei Ihnen ein älteres Modell eingebaut ist, kann sich eine spätere Erneuerung bereits aufgrund der damit möglicherweise verbunden Energieeinsparung lohnen. Die Kosten für eine neue H2-Brennwerttherme werden sich aller Voraussicht nach im bisher gewohnten moderaten Rahmen halten. 
Wir werden lediglich für Wasserstoff einen anderen Zähler einbauen. Da der Gaszähler in unserem Eigentum verbleibt, fallen Ihnen hierfür keine Kosten an.
Ob es für einen Heizungstausch für Wasserstoff in Zukunft staatliche Förderprogramme geben wird, ist heute noch nicht abzusehen.

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Ist meine Innen-Installation für Wasserstoff tauglich?

Unsere Vertragsinstallationspartner sind verpflichtet, sich strengstens an das Regelwerk des Deutschen Verbands des Gas- und Wasserfachs (DVGW) zu halten. Dieses Regelwerk gilt gleichermaßen für den Einsatz von Erdgas und Wasserstoff.
Das bedeutet: Jede Innen-Installation, die nach dem Regelwerk des DVGW gebaut wurde (und das sind in Deutschland alle legalen Installationen), ist automatisch auch für den Einsatz von 100% Wasserstoff geeignet.
Sicher ist sicher: Vor einem Einsatz von Wasserstoff wird eine fachkundige Person – in der Regel Ihr Heizungsbauer – dennoch eine Überprüfung Ihrer Innen-Installation durchführen.

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